Kim Jong Il

Er genoss sein Leben in den letzten Zügen…

2011 war kein gutes Jahr für Diktatoren – stirbt doch glatt der nächste Arsch und das auch noch am Tag wo wir online gehen! Ich erfahre das Ganze auch noch stilgerecht per Twitter, na toll.

Damit war es eigentlich auch schon beschlossene Sache: der erste Arsch der Woche geht (verdienterweise) an Kim Jong Il und an all die Wochenend-Che Guevara’s auf Twitter, die seinen Tod mit einer Genugtuung verkünden als ob sie irgendwas damit zu tun gehabt hätten.

Wieder ist ein großer Diktator tot und die Witze darüber auf Twitter reichen von flau bis tatsächlich lustig. Die mediale Berichterstattung überschlägt sich mit Panikmache und Mutmaßungen darüber wie es wohl weitergehen wird. Das geknechtete Volk freut sich auf den nächsten Führer und hofft, dass sich was ändern wird.

Was wird sich ändern? Nichts, weder in Nordkorea, noch auf Twitter, aber wir Gutmenschen können beruhigt schlafen gehen. Schließlich haben wir das Abtreten eines Despoten miterlebt und sogar noch geistreich online kommentiert.

Das einzige was mich persönlich traurig macht ist, dass wir nun nie herausfinden werden, ob der Konflikt mit Kim Jong Il wirklich so einfach gelöst hätte werden können: